Hundegesundheitstrainer

Mein Studium

Der Weg ist das Ziel…?

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Ich würde gerne meine Gedanken mit Euch teilen, warum ich mich dazu entschlossen habe, den Ausbildungsgang zum Hundegesundheitstrainer anzutreten. Wie ich schon erzählt habe, beschäftige ich mich seit jeher gerne mit Hunden. Seitdem ich selber stolze Hundehalterin von 3 französischen Bulldoggen bin, geht mein Interesse an artgerechter und gesunder Hundehaltung noch viel weiter. Ich möchte, dass es meinen Hunden rundum gut geht und dass sie ein langes, glückliches und gesundes Hundeleben haben. Mir ist dabei schnell bewusst geworden, dass hierzu weit mehr gehört, als dem Hund regelmässig den Napf mit Futter zu füllen, Gassi zu gehen und gelegentliche Besuche beim Tierarzt, wenn die Impfungen ausgelaufen sind bzw. hier oder da ein kleines Wehwehchen ansteht. Im Laufe der Zeit habe ich mir als leidenschaftliche und besorgte Hundehalterin so einige Fragen gestellt:

Welche Spiele und Sportarten sind für welchen Hund geeignet? Welche Aktivitäten vermeide ich besser mit meinem Hund? Welchen Sport kann ich mit meinem Hund zusammen ausführen? Wie halte ich meinen Hund fit im Kopf?
Der Hund, des Menschens bester Freund sollte seiner Rasse und körperlichen Konstitution entsprechend korrekt ausgelastet werden, dies gilt sowohl auf physischer, wie auch auf geistiger Ebene.  Es gibt so viele Arten sich mit seinem Hund zu beschäftigen, da müsste eigentlich für jeden etwas dabei sein. Oftmals fehlt nur die nötige Information, Anweisung oder es hapert am inneren Schweinehund, weil man die Bewegung erst für sich selber entdecken muss. Hundegesundheit und Hundehaltergesundheit könnten oft zusammen im postiven Sinne beeinflusst werden! Und man merke: nur ein gelangweilter Hund kommt auf dumme Gedanken…

Wie ernähre ich meinen Hund artgerecht? Wie kann ich seinen spezifischen Bedürfnissen gerecht werden?
Neben der Körperpflege des Hundes, die auch rassespezifisch mit unterschiedlich viel Aufwand verbunden ist, ist eine artgerechte und ausgewogene Ernährung ebenso wichtig wie bei uns Menschen: der Hund braucht die richtigen Nährstoffe in der richtigen Dosis damit Organe und Verdauungssystem ihren Dienst leisten können. Hinzu kommen auch immer mehr Hunde, die spezielle Ansprüche an ihr Futter und somit an ihren Besitzer stellen. Allergien und andere Unverträglichkeiten betreffen nicht mehr nur uns Menschen, sondern mehr und mehr auch unsere Haustiere. Hundehalter sind sich dessen heutzutage bewusst und auch bereit, mehr Geld in eine artgerechte und gesunde Ernährung zu investieren, oft fehlt es aber an fachlich kompetenter Beratung.

Was erwarte ich von meinem Hund? Was muss er „können“ wenn er mit mir zusammen lebt?
Ein anderes Thema, das wohl jeden Hundehalter beschäftigt, ist Erziehung. Das psychische Wohl eines Hundes gehört natürlich auch zu seiner Gesundheit dazu, nicht anders als beim Menschen. Welches sind Stressfaktoren für den Hund? Was ist der Unterschied zwischen positivem und negativem Stress und welchen Reizen sollte ich meinen Hund aussetzen bzw. welche soll ich vermeiden? Die Erziehung, bzw, die Sozialisierung in der Welpenzeit spielen hierbei eine wichtige Rolle: Was erwarte ich von meinem Hund? Was muss er „können“ wenn er mit mir zusammen lebt? Um ein harmonisches Leben mit einem Hund zu erreichen ist es sicherlich sinnvoll, vom ersten Tag auf gewisse Ziele hin zu arbeiten. Der Hund braucht eine konsequente aber geduldige Erziehung und soll möglichst stressfrei an die Dinge herangewöhnt werden, die er später „aushalten“ muss. Hierbei sind klare Anweisungen und Grenzen wichtig. Alles andere verstört einen Hund. Kennt der Hund erstmal die Grenzen, wenn ihm diese klar aufgezeichnet worden sind, dann kann er sich innerhalb dieser frei und sicher bewegen, getreu nach dem Motto: Freiheit gewinnen durch Grenzen setzen.

Was kann ICH einem Hund bieten?
Die bereits aufgeworfene Frage: „Was erwarte ich von meinem Hund?“ neben der Frage: „Was kann ich einem Hund bieten?“ sollte man sich allerdings schon stellen, bevor man den Hund bei sich zuhause hat, nämlich vor der Auswahl eines Hundes. Die Antworten auf diese Fragen bestimmen ggf. die Rassen, die in Frage kommen, ob es vielleicht doch ein Nothund wird, ein Welpe, Junghund oder Senior. Längst nicht alle Hunde sind für alle Menschen geeignet und umgekehrt. Heutzutage werden viel mehr Ansprüche an einen Hund gestellt, als noch vor 20 Jahren, wo der beste Freund des Menschen eher nebenher lief, im Haus und Garten. Heute leben Hunde in Städten, Menschen sind berufstätig, oft Vollzeit beschäftigt, Hunde begleiten einen in der anschliessenden Freizeit fast überall hin, auch auf Reisen. Ein Hund muss heute oftmals mehr „können“. Umso wichtiger sind ehrliche Kriterien bei der Entscheidung für oder gegen einen Hund und bei der entsprechenden Auswahl. Auch hier fehlt es oftmals an entsprechender fachlicher Beratung. Gerade bei der Entscheidung für einen Rassehund ist es enorm wichtig ein paar grundlegende Informationen zu sammeln, wo man einen Welpen kauft und wo besser nicht.

Aktuelles Angebot
Dies alles sind Faktoren die über kurz oder lang bei der Hundegesundheit mitspielen, zumindest meinen eigenen Erfahrungen nach.
Es gibt viele Berufe, die sich mit der Gesundheit der Tiere beschäftigen: Tierärzte, Tierheilpraktiker, Tierpsychologen und -verhaltensberater, Tierphysiotherapeuten um nur einige zu nennen. Sie alle haben aber eines gemeinsam: sie werden in den meisten Fällen erst zu Rate gezogen, wenn ein gesundheitliches (physisches oder psychisches) Problem bereits aufgetreten ist; sie handeln kurativ!

Prävention
Es fehlt einfach ein Berufsbild, ein Berater, der Hundehaltern aufzeigt, was sie tun können, um den besten Freund gesund und fit zu halten, der ihnen hilft auf alle oben gelisteten Fragen eine Antwort zu finden, bevor Probleme auftauchen. Und genau dabei könnte meiner Meinung nach der Hundegesundheitstrainer helfen! Aktuellen Hundebesitzern könnte ebenso gut geholfen werden wie zukünftigen Hundebesitzern, wobei das Einsatzgebiet hier schon bei der Suche nach dem passenden Hund anfangen könnte. Auch Züchter könnten unterstützt werden, indem ihre teilweise noch unerfahrenen Welpenkäufer in der ersten Zeit begleitet würden, in Sachen Hundegesundheit. Auch die Basis für eine Zusammenarbeit mit Hundeschulen und anderen Berufsfeldern der Tiergesundheit wäre meiner Meinung nach gross und ausbaufähig.

Warum kein kurativer Beruf?
Nachdem ich mich lange Jahre gefragt habe, warum ich eigentlich nie den wirklichen Drang hatte, Veterinärmedizin zu studieren, meine ich jetzt die Antwort darauf zu kennen: ich wollte gar keinen kurativen Beruf ausüben! Ich wollte nicht tagein, tagaus mit leidenden Hunden und Menschen konfrontiert sein. Es muss schön sein, helfen zu können, heilen zu können. Die andere Seite der Medaille hat mir allerdings weitaus weniger zugesagt… Hinzu kommt, dass Hundebesitzer den Tierarzt oftmals aufsuchen müssen, weil sie in der Hundehaltung selber Fehler gemacht haben. Natürlich erkennt dies ein kompetenter Tierarzt. Die Absicht hinter der Tierarztvisite muss aber nicht zwangsläufig gewesen sein, dass sich die betroffene Person anhören möchte, was sie denn nun falsch gemacht hat, und was sie eventuell zukünftig verbessern kann. Ich würde mich sehr schwer tun mit den sogenannten „beratungsresistenten“ Hundehaltern. Jemand der aber gezielt einen Hundegesundheitstrainer aufsucht, hat meines Erachtens nach auch ein ehrliches Interesse am Wohlergehen seines Vierbeiners und sucht eben genau dieses ehrliche Feedback inklusive Beratung und Verbesserungsvorschläge. Lieber früher als zu spät…

Visionen…?
Kurz und knapp, ich finde das Berufsbild mehr als interessant und denke, dass es eine wichtige Lücke schliesst. Ich freue mich enorm auf das Studium und kann es kaum erwarten, endlich anzufangen! Ob ich jemals aktiv in diesem Beruf arbeiten werde und Geld damit verdiene, steht noch völlig in den Sternen. Erstmal will ich das für mich tun, denn ähnlich wie meine Hunde brauche auch ich ab und an besondere Herausforderungen für Seele und Geist und ich spüre, dass die Zeit dafür reif ist. Wer rastet der rostet, nicht wahr? In jedem Fall werde ich für mich viel Wertvolles dazu lernen, davon bin ich überzeugt. Alles andere werden wir sehen, wenn die Zeit dafür reif ist. Ich bin jedenfalls offen und freue mich auf alles, was kommt. Und somit schliesst sich der Kreis denn für mich gilt tatsächlich in einer ersten Phase: Der Weg ist das Ziel!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich meine Zielsetzung im Laufe der Zeit sicherlich ergänzen bzw. verändern wird. Und da ich nicht in die Zukunft schauen kann, bin ich mindestens genau so gespannt darauf, wie sich dieser Teil meines Blogs entwickeln wird, wie ihr! 🙂

Bilderquellen:
http://www.flickr.com/photos/simonsimages/4974821010/
http://www.123rf.com/photo_5602591_delicious-dog-cookies-in-a-blue-bowl.html
http://www.123rf.com/photo_3260592_playing-puppy.html
http://www.123rf.com/photo_12575359_dog-at-the-vet-in-the-surgery-preparation-room.html

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